Pädagogisches Konzept

Inhaltsverzeichnis:

1. Der Kooperationspartner "Checks nach Eins e.V."
2. Pädagogische Leitlinien
3. Zielgruppe und grundliegende pädagogische Zielsetzungen
4. Organisatorischer Rahmen, Zeltstruktur
5. Leistungsbeschreibung
6. Kompetenzorientierung
7. Kostenfreiheit
8. Raumkonzept
9. Partizipationsmöglichkeiten der Schüler
10. Kooperation mit den Eltern
11. Kooperation mit externen Partnern
12. Zusammenarbeit von Schule und Kooperationspartner
13. Anmeldeverfahren
14. Maßnahme zur Qualitätssicherung und Qualitäentwicklung
15. Öffentlichkeitsarbeit
16. Datenschutz
17. Aufsichtspflicht und Unfallsversicherung
18. Gesetzliche Grundlagen

Vorwort

Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 soll am Gymnasium Markt Indersdorf in Abstimmung mit dem Landkreis Dachau als Sachaufwandsträ eine staatlich geförderte offene Ganztagsbetreuung eingerichtet werden. Das neue Modell löst die Nachmittagsbetreuung des Fördervereins FGMI e.V. ab, die dieser seit dem Schuljahr 2009/2010 in eigener Initiative und gegen Betreuungsgebühren betreibt.

Träger der offenen Ganztagsschule ist der Freistaat Bayern. Die Ganztagsbetreuung ist eine schulische Veranstaltung, die Aufsicht und Verantwortung über die Bildungs- und Betreuungsangebote liegen bei der Schulleitung des Gymnasiums Markt indersdorf.

Die Schulleitung überträgt die Durchführung der Bildungs- und Betreuungsangebote im Benehmen mit dem Sachaufwandsträger dem gemeinnützigen Verein "Checks nach Eins e.V." und dem Freistaat Bayern, vertreten durch die zuständige Regierung von Oberbayern geschlossen.

Das hier vorliegende pädagogische Gesamtkonzept wurde in Absprache zwischen Schulleitung und Kooperationspartner sowie im Benehmen mit dem Elternbeirat erarbeitet, vom Schulforum beschlossen und dem Kollegium des Gymnasiums Markt Indersdorf vorgestellt. Es berücksichtigt die Vorgaben des Qualitätsrahmens f¨r offene Ganztagsschulen in Bayern.

1. Der Kooperationspartner "Checks nach Eins e.V."
Der Kooperationspartner "Checks nach Eins e.V." ist derzeitig ein Verein in Gründung. Der Verein verfügt über folgende Adressen: Arnbacher Str. 40, 85229 Markt Indersdorf; kontakt(at)checks-nach-eins.de.

Vorsitzende des Vereins ist Frau Dagmar Kulle (staatl. geprüfte Erzieherin), stellvertretende Vorsitzende Frau Bärbel Scherle (Dipl. Bibliotheken, FH). Frau Kulle und Frau Scherle haben in ihren Funktionen als Vorsitzende bzw. Mitglied des Vorstands des FGMI e.V. bisher auch die vom Förderverein angebotene offene Ganztagsbetreuung geleitet. Nun übernehmen sie als Verantwortliche im neu gegründeten Verein und als pädagogische Fachkräfte die Organisation, Planung und Koordination der Ganztagsbetreuung am GMI auf der Grundlage dieses Gesamtkonzepts. Sie werden dabei unterstützt durch pädagogische Hilfskräfte, d.h. ausgebildete Tutoren, Schüler der Jahrgangsstufen 110 mit 12 sowie Studierende.

Soweit erforderlich, werden in Absprache mit der Schulleitung weitere geeignete Personen als externe Partner hinzugezogen.

2. Pädagogische Leitlinien
Die Ganztagsbetreuung am GMI verfolgt in ihrer Grundausrichtung folgende pädagogische Leitlinien:

- Jedes einzelne Kind wird als einmalige und unverwechselbare Persönlichkeit angesehen, die lernwillig und lernfähig ist und nach sinnerfüllter Tätigkeit strebt.

- Es wird ein Klima des Miteinanders geschaffen, in dem sich alle Kinder angenommen fühlen können, in dem sie Zuneigung durch andere Menschen und Geborgenheit erfahren und in dem sie sich als Person geachtet fühlen.

- Es erfolgt eine einfühlsame, konsequente und konstruktive Begleitung, die einerseits den Autonomiebestrebungen des einzelnen Kindes Raum gibt, andererseits aber auch genügend Sicherheit, Schutz und Unterstützung bietet.

3. Zielgruppe und grundlegende pädagogische Zielsetzungen
Das offene Ganztagsangebot richtet sich an alle Schüler des GMI aus den Jahrgangsstufen 5 mit 7.

Zum offenen Ganztagsangebot gehöhren verbindlich das Angebot einer täglichen Mittagsverpflegung, einer verlässlichen Hausaufgabenbetreuung sowie verschiedener Freizeitangebote.

Das pädagogische Ziel ist, die aus den unterschiedlichsten Gründen zu Hause nicht optimal gefördert und/oder betreut werden können, bei der Erledigung der Hausaufgaben zu unterstützen, ihnen bei schulischen Schwierigkeiten behilflich zu sein, ihnen einen vielfältigen Erfahrungsraum zu bieten und sie zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu erziehen. Auf diese Weise soll die Schule zum Lern- und Lebensraum für die Schüler werden und sie soll einen Beitrag dazu leisten, dass Eltern Beruf und Familie besser vereinbaren können.

4. Organisatorische Rahmen, Zeitstruktur
Die offene Ganztagsbetreuung wird montags bis donnerstags jeweils von 13.00 bis 16.00 Uhr angeboten, auch an Tagen ohne Nachmittagsunterricht. An Tagen vor Ferienbeginn findet keine Machmittagsbetreuung statt.

Die Anmeldung kann für zwei, drei oder vier Nachmittage erfolgen. Die Mindestbuchungszeit beträgt sechs Stunden wöchentlich, wobei der Pflichtunterricht am Nachmittag darin einberechnet werden kann. För die Schöler besteht im Umafng der Anmeldung Anwesenheits- und Teilnahmepflicht. För Krankmeldung sowie Anträge auf Befreiung und Beurlaubung gelten die von der Schulordnung auch für den UUnterrichtsbetrieb vorgesehenen Regelungen; sie sind innerhalb der vorgegebenen Fristen direkt an die Schulleitung zu richten.

Die Schüler der offenen Ganztagsschule unterliegen den Regelungen der Hausordnung. Insbesondere dürfen sie während der Betreuungszeot haben sie sich bei ihren Betreuern zu melden, damit ihre Anwesenheitdokumentiert werden kann.

Die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten haben schon bei Anmeldung ihres Kindes zur offenen Ganztagsschule alle relevanten Angaben zu Allergien, Unverträglichkeiten und Krankheiten zu machen; bei Bekanntwerden im Laufe des Schuljahres sind die Angaben nachzureichen.

Im Hinblick auf die Gruppengrößen und die Mindestteilnehmerzahlen gelten die Regelungen der Bekanntmachung des Kultusministeriums zu den offenen Ganztagsangeboten vom 8. Juli 2013 (Ziffer 2.5.). Im Einvernehmen mit dem Landkreis Dachau als Sachaufwandsträger und mit Blick auf die vorhandenen Raumkapazitäten wird zunächst nur eine Betreuungsgruppe genildet.

Die Betreuung erfolgt klassen- und jahrgangsstufenübergreifend. Dabei wird eine Gruppe jeweils von einer pädagogischen Fachkraft geleitet, die bei einer Gruppengröße von bis zu 15 Schülern von einer, bei einer Gruppengröße ab 16 Schülern von mindestens zwei pädagogischen Hilfskräften unterstützt wird.

Folgende Zeitstruktur ist vorgesehen:

13.00 bis 13.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen
13.30 bis 14.00 Uhr Mittagsfreizeit (ungebunden)
14.00 bis 15.00 Uhr Hausaufgaben- und Lernzeit
15.00 bis 16.00 Uhr Nachmittgsfreizeit (gebunden und ungebunden)

Bei den Angaben handelt es sich um ungefähre Angaben. Insbesondere kann bei Bedarf die Hausaufgaben- und Lernzeit auch verlängert werden. An Tagen mit verkürzten Vormittagsunterricht beginnt die Betreuung ab Schulschluss.

5. Leistungsabschreibung
a) Gemeinsames Mittagessen, Nachmittagsverpflegung
Das gemeinsame Mittagessen ist konstituiver Bestandteil der Ganztagsbetreuung undd findet in der Mensa statt. Es werden täglich zwei Menüs statt. Es werden täglich zwei Menüs (Hauptspeise mit Salat oder Nachspeise) zur Auswahl angeboten. Die Bestellung eines Mittagsmenüs erfolgt über das an der Schule eingeführte Online-Bestellsystem.

Das Mittagessen bietet Raum für Erholung, Entspannung, Kommunkikation, wird von der ganzen Gruppe gemeinsam zusammen mit den pädagogischen Mitarbeitern eingenommen und soll das Miteinander stärken.

Zu den wichtigen erzieherischen Anliegen gehören in der Mittagessenszeit das Einüben und ggf. auch die Vermittlung von Tischmanieren sowie die Pflege von Tischkultur. Durch die Übernahme von Diensten (Abr&aunl;men, Tischdienst) werden soziale Kompetenzen entwickelt. Auch die ästhetische Erziehung (Gestaltung des Speisesaals oder Tisches) spielt eine wichtige Rolle.
Auf Wunsch können die Schüler der offenen Ganztagsschuleauch eine kleine Nachmittagsverpflegung (z.B. frisches Obst) erhalten sowie in den Wintermonaten zusätzlich warmen Kakao und Tee.

Allen Schülern steht unbeschränkt Trinkwasser (Wasserspender in der Mensa) zur Verfügung.

Bei Mittags- und Nachmittagsverpflegung wird Wert auf eine gesunde Ernährung gelegt, das Angebot orientiert sich an den Richtlinien der DGE.

b) Hausaufgabenbetreuung
Die Hausaufgabenbetreuung findet in Klassenrämen der Schule statt. Die Schüler erhalten hier die Möglichkeit, in einer ruhigen und konzentrierten Arbeitsatmosphäre selbstständig ihre Hausaufgaben zu erledigen und darüber hinaus den Unterrichtsstoff vor- bzw. nachzubereiten. Nach Möglichkeit werden kleinere Gruppen gebildet, um die Effektivität dieser Arbeitsphase, die Ruhe und Konzentration zu verstärken.

Die Hausaufgabenbetreuung versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Schüler werden von den pädagogischen Fach- und Hilfskräften unterstützt, der Leistungsfortschritt wird begleitet. Regelmäßig werden Hausaufgabenhefte und auch Klassenbücher herangezogen, um die Arbeit der Schüler mit den Anforderungen und Aufgabenstellungen der Lehrer abzugleichen. Oberstes Ziel bleibt jedoch, die Schüler zu selbstständigem Arbeiten zu erziehen und ihre Eigenverantwortung zu stärken. In keinem Fall kann die Hausaufgabenbetreuung eine fachbezogene, professionelle Nachhilfe sein.

In der Zeit der Hausaufgabenbetreuung sollen die Schüler möglichst alle schriftlichen Hausaufgaben erledigen. An Tagen mit geringem Hausaufgabenumfang erhalten sie ggf. zusätzliche Lernhilfen und Förderangebote (Methodentraining, Kopfrechen- und Vokabeltraining, "Lernen lernen") sowie Übungsschulaufgaben. An Tagen mit Nachmittagsunterricht entfällt für den jeweiligen Schüler die Hausaufgabenzeit.

c) Freizeitangebote
Was die Freizeitangebote betrifft, muss zwischen der Mittagsfreizeit und der Nachmittagsfreizeit unterschieden werden. Beide Angebote dienen der Rhythmisierung des Schulalltags bzw. des Nachmittags.

Die Mittagsfreizeit schließt sich an das Mittagessen an. Es soll den Schülern hier Raum für Bewegung und Entspannung, aber auch für Kommunikation und Spiel gegeben werden.

Die Nachmittagsfreizeit beginnt im Anschluss an die an die Hausaufgabenbetreuung. In ihrem Rahmen werden klassen- und jahrgangsübergreifend pädagogisch sinnvolle, altersadäquate Aktivitäten angeboten. Dazu gehören gemeinsame Kreativ-, Bewegungs-, Sport- und Spielangebote unter kompetenter Anleitung, die das soziale Lernen fördern und unterschiedliche Interessen und Neigungen der Schüleraufgreifen, fördern oder auch erst wecken.

Bei der Nachmittagsfreizeit müssen ungebundene und gebundene Freizeitangebote unterschieden werden.
-Ungebundene Freizeit:
Im Rahmen der ungebundenen Freizeit erhalten die Schüler Freiräme zur eigenen Gestaltung. Dazu stellt die Schule verschiedene Räme (z.B. Sportflächen, Bibliothek, Gruppeenraum) zur Verfügung. Spiele, Spielgeräte und Materialien u. Ä. werden gestellt.

-Gebundene Freizeit:
Zur gebundenen Freizeit gehören über einen bestimmten Zeitraum stattfindende Projekte und AGs, zu denen sich die Schüler anmelden können und an denen sie nach Anmeldung verpflichtend teilnehmen müssen. Die Angebote werden unter Mitwirkung verschiedener, auch externer Kooperationspartner gemacht. Geplant ist eine Schwerpunktsetzung im künstlerisch-gestalterischen und musischen Bereich sowie im Bereich Bewegung/Sport. Inhalt und Dauer der Projekte und AGs orientieren sich an den grundsätzlichen Möglichkeiten und Wünschen der Schüler. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, z.B. zut Stärkung der lernmethodischen Kompetenzen.

-Projekte und AGs werden bei Bedarf und nach Absprache mit den Eltern zusätzlich auch am Freitagnachmittag und in der Zeit nach 16.00 Uhr stattfinden. Auch bei Buß- und Bettag wird möglichst mit einbezogen.

6. Kompetenzorientierung

Das offene Ganztagsangebot soll schwerpunktmäßig zur Ausbildung und Förderung folgender Kompetenzen beitragen:

-Personale Kompetenzen
-Die Schüler sollen ein realistisches Bild über ihre Stärken und Schwächen gewinnen und positive Selbstkonzepte entwickeln. Dies kann insbesondere durch individuelle, differenzierte und positiv verstärkende Rückmeldungen sowie aktives Zuhören unterstützt werden.
-Lernmethodische Kompetenzen
Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung ergeben sich Möglichkeiten, den Schülern grundlegende lernmethodische Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln (z.B. Entspannungstechniken, Memotechniken, Zeitmanagement, etc.) und auch zu ermitteln, zu welchem Lerntyp ein Schüler gehört.
-Ein besonderes Angebot in diesem Zusammenhang stellt die Zusammenarbeit mit einem externen Partner dar, der im ersten Drittel des Schuljahres im Rahmen eines 1 1/2-tägigen Workshops wesentliche lernmethodische Kompetenzen vermittelt. Das Erarbeitete wird mit Unterstützung der Betreuer in der Hausaufgabenzeit vertieft.
-Darüber hinaus werden im täglichen Miteinander, bei Sport, Spiel und gemeinsamen Lernen auch soziale Kompetenzen (Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktbewältigung), motivationale Kompetenzen (Selbstregulation), kognitive Kompetenzen (Gedächtnis, Kreativität) sowie physische Kompetenzen (Stressbewältigung, Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden) ausgeildet und gefördert.

7. Kostenfreiheit
Die Angebote der offenen Ganztagsschule sind - mit Ausnahme der Kosten für die Mittagsverpflegung - grundsätzlich kostenfrei. Das Mittagsmenü kostet derzeit 3,90 (Menü II; vegetarisch) bzw. 4,50 Euro (Menü I; nicht-vegetarisch). Beide Menülinien umfassen neben dem Hauptgericht in jedem eine Nachspeise, Menü I immer auch Salat; zu Menü II wird - wenn passend - ebenfalls Salat gereicht.

Eltern die für ihr Kind eine Nachmittagsverpflegung wünschen (vgl. Ziffer 5a), entrichten eine monatliche Pauschale von 1,25 Euro pro Anmeldungstag, die vom Kooperationspartner halbjährlich im Voraus per Lastschriftverfahren abgebucht wird.

Für zusätzliche besondere Angebote (z.B. AGs oder Projekte) können - mit Zustimmung von Elternbeirat und Schulforum - Entgelte mit den Erziehungsberechtigten vereinbart werden.

8. Raumkonzept
Die OGS findet grundsätzlich in den Rämen des Gymnasiums Markt Indersdorf statt. Zunächst sind folgende Räumlichkeiten vorgesehen:

a) Mensa
In der Mensa findet in einem eigenen, abgetrennten Bereich das gemeinsame Mittagessen statt. Auch die Nachmittagsverpflegung kann hier eingenommen werden. In einer zweiten Funktion dient die Mensa als Gruppenraum z.B. für gemeinsame Spiele und das Gespräch in der Gruppe.
b) Hausaufgaben- und Lernraum
Als Hausaufgaben- und Lernraum wird der Mehrzweckraum 068 der Schule oder alternativ ein Klassenzimmer genutzt.
c) Silentiumraum
Die Schulbibliothek dient als Silentiumraum. Hier können die Schüler lesen oder anderen stillen Beschäftigungen nachgehen. Ebenso kann die Schulbibliothek für Recherchen und Arbeiten am PC genutzt werden.
d) Außengelände
Das Außengelände steht den Schülern für die Mittags- und Nachmittagsfreizeit zur Verfügung.
e) Sporthalle und Fachräume
Für sportliche, musische oder künstlerische Aktivitäten können die Schüler nach Verfügbarkeit und in Absprache mit den GFachlehrkräften das Sportgelände, die Sporthalle sowie verschiedene Fachräe (z.B. Werkraum, Musikraum) der Schule nutzen.
In Absprache mit dem Sachaufwandsträger soll mittelfristig ein neues Raumkonzept für die offene Ganztagsbetreuung erarbeitet und umgesetzt werden.

9. Partizipstiondmöglichkeiten der Schüler
Im Sinne eines kompetenzorientierten Bildungskonzepts und einer Erziehung zur Selbstverantwortung sollen die Schüler in alters- und situationsgerechter Weise in die Gestaltung und den Entwicklungsprozess der Ganztagsbetreuung mit einbezogen werden. Insbesondere in folgenden Bereichen sollen ihre Ideen und Wünsche aufgegriffen, in Erwägung gezogen und soweit möglich umgesetzt werden:

- Gestaltung der Mahlzeiten, Auswahl des Essens
Regelmäßig werden die Schüler über Menüwünsche befragt. Soweit möglich werden diese berücksichtigt.
- Projektarbeit und AGs
Verschiedene, im Rahmen der Möglichkeiten entwickelte Angebote werden mit den Schülern besprochen. Inhaltlicher und zeitlicher Umfang werden erörtert. Entscheidungen werden zusammen mit den Schülern getroffen.
- Ruhepausen und Rückzugsmöglichkeiten
Individuelle und allgemeine Bedürfnisse werden berücksichtigt.

10. Kooperation mit den Eltern
Eine gelingende offene Ganztagsbetreuung setzt voraus, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Schüler partnerschaftlich zusammenarbeiten und wichtige Fragen gemeinsam beraten. Dazu gibt es verschiedene Gelegenheiten:

- Informationsabend zum Übertritt
- Bereits am Informationsabend zum Übertritt nehmen die pädagogische Fachkräfte til und informieren die Eltern über Rahmenbedingungen und Konzept der offenen Ganztagsschule.
- Informationsgespräche vor Anmeldung
- Die pädagogischen Fachkäfte stehen nach Terminvereinbarung bereits im Vorfeld der Anmeldung für Informationsgespräche zur Verfügung.
- Elternabende
- Die pädagogischen Fachkräften sind bei den allgemeinen Elternsprechtagen anwesend und geben in einzelgesprächen Auskunft über Lern- und Entwicklungsprozesse der Schüler.
- Elterngespräche zu aktuellen Anlässen
- Einzelgespräche können jederzeit vereinbart werden.
- Elternbriefe
- Eltern werden vom Kooperationspartner per Email über Veranstaltungen, Angebote und Termine informiert.
- jährliche Elternbefragung mit schriftlicher Information der Ergebnisse an die Eltern
- Informationsveranstaltungen für Eltern zu aktuellen Themen
- Eltern-Aktiv-Gruppen
- Hier besteht die Möglichkeit für die Eltern, sich mit ihren Ideen und Kompetenzen aktiv in die Arbeit einzubringen. Hierdurch lässt sich z.B. das Freizeitangebot durch Projekte und AGs erweitern.
- gemeinsame Veranstaltungen, z.B. Weihnachtsfeier und Sommerfest
- im Rahmen der Veranstaltungen wird zusammen mit allen Familienmitgliedern (Eltern, Großeltern, Geschwistern...) gebastelt, gespielt und gefeiert. Damit werden ein ungezwungenes Kennenlernen, eine Intensivierung von Kontakten und der Austausch untereinander möglich.

Neben den p&aouml;dagogischen Fachkräften stehen den Eltern auch Schulleitung und Elternbeitrag des GMI als Ansprechpartner zur Verfügung.

11. Kooperation mit externen Partnern
Zur Etablierung eines attraktiven Angebots und zur weiteren Professionalisierung im pädagogischen Bereich wird die Zusammenarbeit mit externen Partnern gesucht, z.B. zu örtlichen Vereinen, zu sozialen, sportlichen und kulturellen Einrichtungen, zu Unternehmen aus der Wirtschaft, aber auch zu Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Die Kooperation und der Austausch mit anderen offenen Ganztagsschuleinrichtungen werden witer ausgebaut.

Geplant ist auch die Kontaktaufnahme zu Ausbildungsinstitutionen wie Fachakademien, Universitäten , Fachhochschulen und Berufsfachschulen. Deren Studierende könnten im Rahmen von Praktika die Betreuungsteams unterstützen und ergänzende Projektarbeit leisten.

12. Zusammenarbeit von Schule und Kooperationspartner
Für eine zuverlässige betreuung und Förderung im Rahmen der offenen Ganztagsschule ist eine enge Zusamenarbeit von Schule ud Kooperationspartner in verschiedenen ereichen entscheidend. Folgende Vereinbarungen gelten:
a) Zusammenarbeit Schulleitung/Kooperationspartner
- Die Schulleitung unterstützt den Kooperationspartner bei der Erfüllung seiner Aufgaben und bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Konzeption. Sie achtet auf eine möglichst enge Abstimmung und eindeutige Regelung der Zuständigkeiten. Insbesondere organisiert sie die Anmeldung zur offenen Ganztagsbetreuung.
- In der Schulleitung gibt es einen festen Ansprechpartner für die Vertreter des Kooperationspartners. Mit dem festen Ansprechpartner können kurzfristig insbesondere organisatorische, terminliche, pädagogische und disziplinarische Fragen geklärt werden. Auch die Zuweisung von Rämen erfolgt über den Ansprechpartner der Schulleitung.
- Regelmäßig findet ein Jour fixe statt, in dem sich Sculleitung und pädagogische Leitung der offenen Ganztagsschule über aktuelle Fragen austauschen.
- An den Nachmittagen ist für Notfälle jeweils mindestens ein Vertreter der Schulleitung anwesend.
b) Zusamenarbeit Lehrkräfte/Kooperationspartner
- Eine möglichst enge Abstimmung zwischen Vormittags- und Nachmittagsangebot wird angestrebt. Dazu nehmen Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte bei Bedarf Kontakt miteinander auf. Insbesondere können Lehrkräfte dem Kooperationspartner Arbeitsmaterialien für Schüler überlassen, die einen besonderen Förderbedarf haben. Umgekehrt kann die pädagogische Leitung Lehrkräfte ggf. über fachliche Defizite und Förderbedarf eines Schülers informieren.
- Die pädagogische Fachkräfte k¨nnen im Bedarfsfall an pädagogischen Konferenzen teilnehmen und zu Schülern, die an der offenen Ganztagsschule teilnehmen , gehört werden. Eine Einladung erfolgt über die Schulleitung.
c) Zusammenarbeit Sekreteriat/Kooperationspartner
- Das Sekreteriat informiert die Vertreter der Kooperationspartners auf entsprechende Nachfrage, ob fehlende Schüler erkrankt, befreit oder beurlaubt sind oder aus welchen sonstigen Gründen sie fehlen. Sofern ein Schüler ohne ausreichende Entschuldigung fehlt, nimmt ein Vertreter des Kooperationspartner umgehend Kontakt mit den Eltern auf und erkundigt sich über den verbleib des Schülers des Schülers. Kann kein Kontakt mit den Eltern hergestellt werden oder ist der Verbleib des Schülers unklar, muss umgehend Kontakt mit der Schulleitung aufgenommen werden.
- Der Kooperationspartner hinterlegt im Sekreteriat eine Übersicht, aus de hervorgeht, welche Mitarbeiter jeweils an einem Nachmittag Dinest haben und wer sie im Krankheitsfall vertritt.

13. Anmeldeverfahren
Die Schüler werden von ihren Erziehungsberechtigten für das offene Ganztagsangebot vor Beginn des jeweiligen Schuljahresbei der Schulleitung angemeldet. Die Anmeldung erfolgt jeweils durch Vorlage des unterschriebenen Anmeldefomulars/Betreuungsvertrages und ist für das jeweilige Schuljahr verbindlich.

Für Schüler, die neu an das Gymnasium Markt Indersdorf übertreten, erfolgt die verbindlich Anmeldung schriftlich mit der Anmeldung an der Schule zu den jeweils vorgegebenen Anmeldeterminen im Monat Mai. Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6, die die offene Ganztagsschule im folgenden Schuljahr erneut besuchen oder erstmals daran teilnehmen wollen, müssen bis Mitte Mai angemeldet werden. Der jeweilige Anmeldetermin wird allen Eltern durch die Schulleitung mitgeteilt. Spätere Anmeldungen können nur nach Platzverfügbarkeit berücksichtigt werden.

Sollten sich mehr Schüler für die Ganztagsschule anmelden als nach den Richtlinien in eine Gruppe aufgenommen werden können, entscheiden Schulleitung und Kooperationspartner mit Blick auf die individuelle Situation eines Schülers (familiäre Situation, schulischer Förderbedarf) über die Aufnahme.

14. Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung
Zur Qualitätssicherung und -entwicklung tragen folgende Maßnahmen bei:

- regelmäßiger Austausch zwischen Schulleitung und Kooperationspartner auf verschiedenen Ebenen, insbesondere auch enge Abstimmung bzgl. Anforderungsprofil und Personalauswahl;
- Auswertung und Reflexion der pädagogischen Arbeit im Betreuungsteam;
- systematische Personalentwicklung durch den Kooperationspartner (Schulungen, Fortbildungsmaßnahmen, Mitarbeitergespräche);
- Sicherstellung der pädagogischen Eignung und Kompetenz der externen Mitarbeiter durch den Kooperationspartner;
- stänidge Analyse der aktuellen Situation der offenen Ganztagsbetreuung vor dem Hintergrund des pädagogischen Konzepts durch Sculleitung und Kooperationspartner im Benehmen mit Elternbeirat und Schulforum;
- jährliche Analyse der An- und Abmeldeentwicklung durch Schulleitung und Kooperationspartner;
- Überprüfung der Zufriedenheit aller an der offenen Ganztagsbetreuung beteiligten Gruppen (Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Sculleitung, externe Partner etc.), z.B. im Rahmen einer internen Evaluation durch Schulleitung und Kooperationspartner;
- externe Evaluation durch den Ganztagskoordinator an der Dienststelle der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberbayern-West.

15. Öffentlichkeitsarbeit
Schulleiung und Kooperationspartner informieren die lokale Presse regelmäßig und nach Abstimmung über die offene Ganztagsbetreuung am Gymnasium Markt Indersdorf. Insbesondere weist die Schulleitung die lokalen Medien rechtzeitig vor den Informationsebenen zum Übertritt auch auf das offene Ganztagsangebot am Gymnasium Markt Indersdorf hin. Angestrebt wird hier gerade in den ersten Jahren eine breite Berichterstattung zu Inhalten des pädagogischen Konzepts und zum Kooperationspartner "Checks nach Eins e.V." und seinen Mitarbeitern.

16. Datenschutz
Gemäß Art. 28a des bayerischen Kinderbildungs- und - betreuungsgesetzes ist im Rahmen von Betreuungsangeboten die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten zulässig, wenn dies zur Erfüllung einer Aufgabe oder für eine Förderung nach diesem Gesetz erforderlich ist oder der Betroffene eingewilligt hat.

Eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kooperatinspartner und Schule ist zwingend erforderlich. Die Kooperation besteht zu einem wesentlichen Teil aus fachgesprächen, bei denen sich die pädagogischen Fachkräfte des Kooperationspartners, die Schulleitung und Lehrkräfte über einzelne Schüler namentlich und vertieft austauschen.

Vor diesem Hintergrund ist die datenschutzrechtliche Einwilligung in den fachdialog zwischen Kooperationspartner und Schule über einzelne Schüler verbindlicher Bestandteil der Anmeldung zur Nachmittagsbetreuung.

17. Aufsichtspflicht und Unfallversicherung
Für die Teilnahme an der OGS gelten die jeweiligen Bestimmungen der Schulordnungen zur Aufsicht bei schulischen Veranstaltungen. Die Gesamtverantwortung für die Erfüllung der Aufsichtspflicht über die teilnehmenden Schüler trägt die Schulleitung. Eine Übertragung der Aufsichtspflicht auf pädagogische fachkräfte ist zulässig.

Für Schüler, Arbeitnehmer und ehrenamtlich tätige Kräfte in der offenen Ganztagsschule als schulischer Veranstaltung ist grundsätzlich Versicherungsschutz durch den Unfallversicherungsträger, den Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband, gewährleistet (BayerGUW)

18. Gesetzliche Grundlagen
BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz)
SGB VIII, (Sozialgesetzbuch) Kinder- und Jugendhilfe
SGB XII (Sozialgesetzbuch) Infektionsschutzgesetz
BayEUG (Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz)
BDSG (Bundesdatenschutzgesetz)
Bekanntmachung des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zu offenen Ganztagsangeboten an Schulen vom 8. Juli 2013 (KWMBI Nr. 15/2013, S. 247ff.)


Markt Indersdorf, den 1. März 2016


gez. OStD Thomas Höhenleiter
(Schulleiter)

gez. Dagmar Kulle staatl. geprüfte Erzieherin
Vositzende "Checks nach Eins e.V."


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